Heimatverein Eystrup Grafschaft Hoya e.V.

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Unsere früheren Veranstaltungen

Reise ins Riesengebirge 2013

Der diesjährige Ausflug des Eystruper Heimatvereins führte nach Karpacz in Polen am Fuße des Riesengebirges. 46 Personen wollten das ehemalige Schlesien kennenlernen oder auch wiedersehen.

1. Reisetag

Mit einem bequemen Bus der VGH-Reisen, Hoya, starteten wir am Sonntag, den 22. September Richtung Osten. Nach einem ausgiebigen Frühstücksbüfett unterwegs kamen wir gegen Mittag in Leipzig am Hauptbahnhof an. Dort konnten wir den größten Kopfbahnhof Europas erkunden und auch noch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt machen.
Reise ins Riesengebirge 2013
Abends bezogen wir dann unser ausgezeichnetes Hotel „Artus“ in Karpacz/Krummhübel.
Riesengebirge 2013
2. Reisetag

Montag war die Rundfahrt durch das Riesengebirge geplant. Als erstes besuchten wir die Stabholzkirche Wang, die im 12. Jahrhundert in Norwegen gebaut, 1842 nach Karpacz transportiert und dort originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Sie ist ohne Nägel konstruiert und die vielen Schnitzereien, das Eichenkreuz mit der Christusfigur und das Taufbecken im Altarraum sind wahre Kunstwerke.
Riesengebirge 2013
Weiter ging es dann nach Hirschberg/Jelenia Góra. Hirschberg wurde 1281 gegründet und galt früher als Zentrum der Tuchmacherei. Heute ist es vor allem Tourismus- und Kulturzentrum. Unser Reiseführer „Toni“ zeigte uns gleich, wo wir unsere Euro gegen Zlotys tauschen konnten. Dann bummelten wir über den viereckig angelegten Marktplatz mit seinen Laubengängen, dem Neptunbrunnen vor dem Rathaus und hörten den Erklärungen zu den frisch renovierten Bürgerhäusern und der Pfarrkirche mit dem 70 m hohen Turm zu.
Riesengebirge 2013
Unser nächstes Ziel war das Gerhard-Hauptmann-Haus „Wiesenstein“ in Agnetendorf. Hier lebte der deutsche Dichter und Literatur-Nobelpreisträger bis zu seinem Tode 1946. Die Eingangshalle mit den wunderschönen Fresken und sein Arbeitszimmer konnten besichtigt werden. In dem kleinen Lokal im hinteren Gewölbeteil des Hauses bekamen wir schlesische Köstlichkeiten serviert.
Riesengebirge 2013
Obwohl es zwischendurch wieder geregnet hat, machten wir noch einen Abstecher nach Schreiberhau zu dem 13 m hohen Kochel-Wasserfall. Er gilt als der schönste Wasserfall des Riesengebirges und die Besitzer ließen schon im 18. Jahrhundert einen Spazierweg dorthin anlegen. Zurück im Hotel konnten wir das reichhaltige, abwechslungsreiche Abendessen genießen und das moderne Schwimmbad mit dem Wellnessbereich nutzen.
Riesengebirge 2013
3. Reisetag

Dienstag stand Breslau auf dem Plan. Wieder begleitete uns „Toni“, der Reiseführer, auf dieser Tour. Unterwegs erfuhren wir viel über Polens Geschichte und die unterschiedlichen Landschaften, durch die wir fuhren. Auf der Rundfahrt durch Breslau informierte er uns über die zahlreichen historischen Brücken und Gebäude, über den Sky Tower, die Universitäten, die Jahrhunderthalle und vieles mehr.
Riesengebirge 2013
Zu Fuß gingen wir dann durch die Stadt zum Marktplatz. In der Mitte des Platzes befindet sich das Rathaus. Es gehört zu den schönsten gotischen Bauten Europas. Wunderschöne restaurierte Bürgerhäuser mit kleinen Geschäften und Restaurants säumen den Platz, großzügig angelegte moderne Wasserspiele auf der einen Seite, zwei kleine bunte Häuser, „Hänsel und Gretel“ genannt, an der Elisabethkirche, auf der anderen Seite.
Riesengebirge 2013
Mit dem Bus ging es weiter zur Dominsel, einer der zwölf Inseln von Breslau. Allein hier gibt es sechs Kirchen. Die größte von ihnen ist der Breslauer Dom, seine beiden Türme sind mit 98 m die höchsten der Stadt. Danach fuhren wir zurück nach Karpacz.
Riesengebirge 2013
4. Reisetag

Am nächsten Morgen schien endlich mal die Sonne, und wir konnten von unserm Hotel-Parkplatz aus schon vor dem Frühstück die ersehnten Fotos von der Schneekoppe machen. Mit 1602 m ist sie der imposanteste Berg des Riesengebirges. Ihr kahler abgestumpfter Gipfel hüllt sich an ca. 300 Tagen im Jahr in Nebel und Wolken.
Riesengebirge 2013
Schneekoppe
Große Teile des Riesengebirges sind sowohl auf tschechischer als auch auf polnischer Seite als Nationalpark geschützt. In 1400 m Höhe entspringt hier die Elbe.
20 Personen unserer Gruppe entschieden sich, mit dem Sessellift oder auch zu Fuß auf den Berg zu steigen, die anderen freuten sich auf den Einkaufsbummel in Bunzlau.
Riesengebirge 2013
Bei dem riesigen Angebot fiel es schwer, sich für eines oder mehrere Teile des beliebten blauen Geschirrs zu entscheiden.
Riesengebirge 2013
In der Zwischenzeit hatte unser Busfahrer „Sigi“ schon ein „4-Gänge-Menü“ (Würstchen, Gurke, Senf und Brot) und Kaffee und Kuchen vorbereitet. Zufrieden und satt ging es zurück nach Karpacz. Dort haben wir noch einen Bummel durch den Ort gemacht, unsere Schneekoppe-Wanderer waren inzwischen auch wieder zurück.
Riesengebirge 2013
5. Reisetag

Abends hieß es Koffer packen, denn am nächsten Morgen war die Heimreise angesagt.

Vom Hotel bekamen wir noch ein liebevoll bestücktes Lunch-Paket mit auf die Reise.
Riesengebirge 2013
Zur Mittagszeit war ein längerer Stopp in Dresden vorgesehen. Leider regnete es in Strömen. Mit Schirmen und Regenjacken versorgt, eilten wir durch die Stadt an der Semper Oper, am Dresdener Zwinger und dem Schloss vorbei zur Frauenkirche. Die von 1994 bis 2005 wieder aufgebaute barocke Kirche ist eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir konnten uns zwar die Kirche von innen ansehen, aber auch hier hätten wir gern mehr Zeit für eine Besichtigung gehabt.
Riesengebirge 2013
Dresden allein wäre schon eine Reise wert. Am späten Abend sind wir dann wieder in Eystrup angekommen. Ich glaube, alle waren sich einig:
Wir haben sehr viel Interessantes gesehen und es waren schöne harmonische Tage.
Riesengebirge 2013